Unveröffentlichte Texte

Aus unterschiedlichsten Gründen wurden meine Texte manchmal nicht veröffentlicht. Häufig war es natürlich einfach das Desinteresse der jeweiligen Redaktion gepaart mit meiner Unlust, dasselbe noch einmal anderen Redaktionen anzubieten. Doch die Texte sind geschrieben intellektuelles Kapital. Sie sind in der Welt und sollen deshalb nicht in der Schublade vergessen werden, denn immer wieder ergeben sich überraschende Gelegenheiten, sie doch noch sinnvoll zu verwenden.

Politik

Wozu noch einen Sachverständigenrat? Eine Polemik ist eine Reaktion von 2004 auf die neue Belanglosigkeit der Gutachten dieses Gremiums, in denen sich die Unfähgkeit der Volkswirtschaft spiegelt, eine brauchbare Politikberatung zu liefern. Die darin aufgestellte These, dass die Bundesrepublik bereits 2005 ihr Triple-A-Rating verliert, ist natürlich überholt, denn in einem internationalen Umfeld, in dem es vielen Ländern viel schlechter erging, hielt sie sich relativ gut. Doch die Verschuldungsdynamik ist ungebrochen und der Tag der Abstufung kommt 2010/2011 deutlich näher.

Die imperiale Demokratie war ein Titel, den ich von dem französischen Philosophen und Zeitdiagnostiker Raymond Aron geborgt hatte, um damit 2003 die Verblendung zu beschreiben, aus der heraus die USA sich ind den Irakkrieg begeben haben. Das hat nichts an Aktualität verloren.

Philosophie

Bilder des Friedens ist eine Essay über die Bilderfreudigkeit des Krieges und die Undarstellbarkeit des Friedens, ausgehend von Immanuel Kants philosophischem Satirebild des ewigen Friedens

Gründungsgewalt und Politik. René Girards Kulturtheorie im Spiegel der Politikwissenschaft war ein großer Rezensionsessay, mit dem ich diesen französischen Theoretiker in der deutschen Politikwissenschaft einführen wollte. Über zwei Jahre lang schoben die Politischen Vierteljahresschriften diesen Text hin und her, bis ich dazu einfach keine Lust mehr hatte. Was für eine Versammlung von Dünnbrettbohrern die Politikwissenschaft ist, die von Politik und ihren Grundlagen weniger versteht als mein Nachbar, der Betonbauer und Stahlflechter Paul,  davon handelt meine Dissertation, die eine Art Abrechnung mit dem Fach ist, das es bisher noch nie zur Wissenschaft gebracht hat.

Literatur

Gustav Freitag ist eine Kurzgeschichte über Gewalt und Folter unter Kindern. In jeder Schulklasse gibt es einen Gustav Freitag. Die Opferrituale sind für manche Folterknechte identitätsbildend.

Der leere Palast,  eine Parabel à la Japonaise, erzählt von der Unsichtbarkeit der Macht und der Illusion ihrer Verkörperung.